Airbnb vermieten

Wohnung über Airbnb vermieten: alle wichtigen Details

Internetseiten wie beispielsweise Airbnb machen es heute noch leichter, schnell und unkompliziert einen Untermieter für die eigene Wohnung zu finden. Sei es, um steigende Mieten finanzieren zu können oder auch, um ein leerstehendes Zimmer einfach finanziell sinnvoll zu nutzen. Vorab sollten Sie sich allerdings unbedingt mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen, um Probleme mit dem Vermieter, den Behörden oder auch dem Finanzamt zu umgehen.

Untermieter gesucht

Wohnungsparty
Für Parties und Lärmbelästigung hat der Vermieter meist kein Verständnis!

In Zeiten, in denen die Mieten ständig steigen und die Nachfrage nach günstigen Ferienwohnungen oder Unterkünften immer größer wird, boomen Internetseiten wie beispielsweise das Portal Airbnb. Hier können Sie schnell nach interessierten Untermietern suchen, um die Haushaltskasse durch die Mieteinnahme aufzubessern.

Oft wird dabei allerdings gerne unterschätzt, welche Verpflichtungen, aber auch Konsequenzen man damit eingeht. Das Fehlverhalten des Untermieters wird nämlich automatisch auf Sie als Mieter übertragen. Sorgt der Gast für Lärmbelästigung innerhalb der Hausgemeinschaft oder beschädigt er Sachgegenstände innerhalb der Wohnung, so liegt die Verantwortung allein beim eigentlichen Mieter der Wohnung.

Im schlimmsten Fall kann es somit sogar zur Kündigung Ihres Mietvertrags kommen, wenn sich der Untermieter nicht benimmt. Umso wichtiger ist es somit auch, Vorkehrungen zu treffen, ehe der Untermieter bei Ihnen einzieht. Dazu zählt zum Bespiel eine schriftliche vertragliche Vereinbarung bezüglich des Mietverhältnisses.

Weiterhin sollten Sie überprüfen, ob der Untermieter über eine Haftpflichtversicherung verfügt. Ebenso ist eine Kaution ratsam, um mögliche Schäden, die innerhalb der Wohnung entstanden sind, ohne zusätzliche Kosten wieder beheben zu können.

Aber es gibt noch viele weitere Aspekte, die Sie beim Thema Untervermietung beachten müssen.

Rechtliche Konsequenzen vermeiden

Mietvertrag
Es empfiehlt sich Rechte und Plfichten schriftlich festzuhalten!

Oberste Priorität hat beispielsweise, Ihren Vermieter über Ihre Pläne zu informieren. Dieser ist dazu berechtigt, zu erfahren, wer in der Wohnung lebt und kann der Untervermietung somit zustimmen oder diese ablehnen. Wer ohne Wissen des Vermieters einen Untermieter einziehen lässt, riskiert dabei sogar im schlimmsten Fall, dass der Mietvertrag gekündigt wird.

Auch regionale Besonderheiten müssen beachtet werden. Denn nur weil der Vermieter Ihren Plänen zustimmt, heißt das nicht, dass Sie Ihre Wohnung problemlos als Ferienwohnung anbieten dürfen. Hier greifen unterschiedliche gesetzliche Regelungen, die sich von Bundesland zu Bundesland stark unterscheiden. In Berlin muss für die Vermietung einer Ferienwohnung zum Beispiel eine gesonderte Erlaubnis bei den Behörden eingeholt werden. Andernfalls droht ein hohes Bußgeld.

Und zum Thema Finanzen: Zwar bessert die Untervermietung Ihre Haushaltskasse auf, Sie müssen dabei allerdings bedenken, dass das verdiente Geld steuerpflichtig ist. Zumindest dann, wenn der Wert der Untermiete, den der Gesamtmiete übersteigt. Um sich Unannehmlichkeiten zu ersparen, lohnt sich vorab also ein klärendes Gespräch mit dem Finanzamt. Auch, um abzuwägen, ob die Untervermietung auch wirklich ein lohnenswertes Geschäft für Sie ist.

Untervermietung ist heute eine beliebte Möglichkeit, um zusätzliches Geld zu verdienen. Wer als Mieter zahlende Feriengäste in seiner Wohnung willkommen heißen will, muss allerdings einige Details bereits im Vorfeld beachten. Andernfalls können sogar rechtliche Konsequenzen drohen.


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