Braune Lederschuhe

Natürliches und nachhaltiges Leder: 4 Tipps, worauf man unbedingt achten sollte

Hochwertige Lederprodukte können ihre Träger ein Leben lang begleiten. Da heutzutage Fragen wie umweltschonende Produktionsverfahren und faire Arbeitsbedingungen mehr ins Bewusstsein und in die Kaufentscheidung der Konsumenten rücken, gewinnen nachhaltig produzierte Lederwaren häufiger an Zuspruch. Damit auch Sie Produkte erkennen, die sowohl natürlich als auch nachhaltig sind, haben wir folgende Tipps zusammengestellt!

1. Mehr Nachhaltigkeit durch pflanzlich gegerbtes Leder

Vor allem der Gerbprozess macht Lederprodukte zu einem heiklen Thema. Die dabei verwendeten Stoffe sind für Umwelt und Mensch hochgiftig. Die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in Indien oder China haben die Lederindustrie in den letzten Jahren sehr in Verruf gebracht – Schluss damit!

Denn es gibt Verfahren, die Leder mit pflanzlichen Gerbstoffen umweltschonend und schadstofffrei bearbeiten. Dabei nutzt man den Pflanzenstoff Tannin, der schon seit mehr als 5.000 Jahren dazu verwendet wird, Tierhäute haltbar zu machen. Die Abfallprodukte, die dabei entstehen, werden unter anderem als Heizmaterial verwendet und schaden weder Umwelt noch Mensch. Egal ob Gürtel oder eine schicke Lederhandtasche: Natürliches Leder, das durch pflanzliche Gerbstoffe bearbeitet wird, ist auf jeden Fall eine umweltschonende Alternative!

2. Auf regionale Herstellung und kurze Transportwege achten

Lederherstellung
Achten Sie auf regionale Produktion.

Nicht nur die Produktionsverfahren und Bedingungen sollten hinterfragt werden, auch die Transportwege sind ein wichtiger Anhaltspunkt, der dabei hilft, nachhaltige Lederprodukte zu erkennen. Immer mehr Hersteller, vor allem von hochwertigen Produkten, entscheiden sich dafür, ihre Waren in EU-Staaten zu produzieren und auch ihr Rohmaterial von dort zu beziehen. In Deutschland bietet zum Beispiel Green Yard nachhaltige Ledergürtel an. Ihre Produkte sind pflanzlich gegerbt, das gesamtes Rohmaterial stammt aus Italien und es wird auf Made in Germany gesetzt: Nachhaltigkeit pur also!

3. Fühlen, Riechen, Sehen: Echtleder erkennen

Zudem ist es wichtig, echtes Leder von Kunstleder unterscheiden zu können. Lederprodukte aus Kunststoff verursachen wegen ihrer kurzen Lebensdauer große Mengen an Müll und ein Erzeugnis aus Tierhaut ist aufgrund seiner Langlebigkeit die nachhaltigere Wahl. Echtes Leder hat

  • eine unregelmäßige Oberfläche und fühlt sich kühl und weich an,
  • eine raue, grobe und faserige Rückseite und Kanten,
  • einen starken Geruch,
  • die Eigenschaft, Flüssigkeiten zu absorbieren.

4. Weniger ist mehr

Natürlich gibt es mittlerweile vegane Lederalternativen aus Ananasblättern oder Pilzfasern, jedoch bieten jene Produkte weder den Tragekomfort noch die Langlebigkeit von natürlichen Lederprodukten: Deshalb sollte man als Konsument darauf achten, dass man beim Kauf von Tierhaut auf Qualität achtet und sich zeitlose sowie gut verarbeitete Stücke kauft, die nicht jede Saison ausgetauscht werden müssen. Wenn man dabei auf pflanzlich gegerbte Stücke zurückgreift, die in der Nähe produziert worden sind, hat man in puncto Nachhaltigkeit schon sehr viel richtig gemacht!


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