Moderne Waffentresore

Moderne Waffentresore: Wie viel Sicherheit bieten die neuen Modelle?

In einem Waffenschrank findet eine bestimmte Anzahl von Handfeuerwaffen Platz. An einer gesetzeskonformen Lagerung führt da kein Weg vorbei. Zum einen, weil sie einfach Teil eines verantwortungsvollen Umgang mit den Schusswaffen ist, zum anderen, weil sie im Gesetz verankert ist. Aus diesem Grund stellt sich vor dem Kauf eines Waffentresors immer die Frage nach der Sicherheit neuer Modelle.

Vorschriften und Gesetze

Die sichere Verwahrung von Schusswaffen ist in §36 Waffengesetz (WaffG) sowie in §§ 13 und 14 der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffG) zu finden. Die Grundlage bildet dabei die Aufbewahrung außer Reichweite Unbefugter. Im Idealfall bedeutet dies ein Standort des Waffentresors, der für Kinder unerreichbar ist.

Die unsachgemäße Aufbewahrung von Waffen gilt als Ordnungswidrigkeit, die streng geahndet wird, nicht zuletzt deshalb, weil die Konsequenzen dessen, dass eine Waffe unter Umständen in die falschen Hände geraten könnte, gravierend sind.

Sicherheitsstufen

Wer einen neuen Waffenschrank kauft, muss nach DIN/EN 1141-1 einen Tresor wählen, der mindestens den Widerstandsgrad 0 haben muss. Die Sicherheitsstufen orientieren sich dabei daran, wie lange es dauert, einen Waffentresor aufzubrechen. Gemessen wird in RU (engl. resistance unit, Widerstandseinheiten). Die Umrechnung von Widerstandseinheiten in zeitliche Einheiten ist aus Sicherheitsgründen nur dem Prüfinstitut bekannt.

Schließmechanismus

Eine wichtige Überlegung für den Kauf eines sicheren Waffentresors ist der Schließmechanismus. Ein klassischer Schlüssel ist insofern eine gute Wahl, als dass er einfaches mechanisches Öffnen ermöglicht. Allerdings muss er gut versteckt werden, um vor Missbrauch zu schützen.

Elektronische Zahlencodeschlösser sind beliebte Alternativen. Häufig kommt ein personalisierter Code zum Einsatz, der leicht zu merken ist. Vergisst man ihn allerdings doch, stellt dies ein Problem dar, zudem kann er in die falschen Hände geraten.

Moderne Waffenschränke sind mit einem Fingerprintsensor ausgestattet. Biometrische Merkmale sind unverwechselbar und sehr fälschungssicher. Problematisch wird es dann, wenn durch kleinste Verletzungen oder andere Störfaktoren der Fingerabdruck nicht erkannt wird.

Munition und Waffen getrennt aufbewahren

Schusswaffen und Munition sollten zumindest für die Lagerung räumlich getrennt werden. Tatsächlich ist bei niedrigen Widerstandsgraden die separate Aufbewahrung auch gesetzlich verpflichtend, egal ob in einem weiteren Munitionsschrank oder in einem integrierten Aufbewahrungsfach im Waffenschrank.

Sinnvoll ist dies auch für die Langlebigkeit der Schusswaffe. Die Patronen geben nämlich im Laufe der Zeit Gase ab, die dazu führen, dass sich auf Gewehrläufen Rost bilden kann.

Fazit: Auf Sicherheit achten

Die strengen gesetzlichen Auflagen zur Aufbewahrung von Schusswaffen sind mit Sicherheit berechtigt. Investiert werden sollte nicht in einen billigen Tresor, sondern in einen qualitativ hochwertigen Waffenschrank, der im Idealfall an der Wand verankert und mit einer Alarmvorrichtung ausgestattet werden kann.


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